Leselust in Bad Holzhausen

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Seit Ostern sind sie da: Die Lesepatinnen (und ein Lesepate) an der Grundschule Bad Holzhausen.
Zur Förderstunde kommen sie in die Schule und lesen mit den Kindern, was das Zeug hält: Viele Mütter und ein Vater, aber auch ehemalige Mütter, deren Kinder längst die Grundschule verlassen haben.
Elf Patinnen arbeiten mit unterschiedlich großen Gruppen oder auch mit einzelnen Kindern. Sie lesen spannende und lustige Geschichten vor, sie helfen Kindern beim Selberlesen, sie führen das kooperative „Gruppenlesen“ durch – je nach Bedarf der Kinder und immer natürlich in Absprache mit den jeweiligen Lehrkräften.
Vorausgegangen war eine fachkundige „Ausbildung“ durch Frau Silke Biedermann, der Leiterin des Projekts „Leselust im Mühlenkreis“ des Deutschen Kinderschutzbundes Minden-Bad Oeynhausen, die an zwei Vormittagen eigens in unsere Schule kam und die interessierten Lesepatinnen fundiert in Theorie und Praxis einwies und außerdem viele wunderbare Kinderbücher vorstellte.
dscf6118Aber nicht nur Erwachsene fördern die Leselust: beim „Tandem-Lesen“ helfen geübtere Schülerinnen und Schüler anderen Kindern beim Lesenlernen. Auch sie haben eine „Ausbildung“ erhalten und werden begleitet durch eine Studentin der Universität Bielefeld.
Literatur gibt es dazu reichlich: Neben Lehrwerksmaterialien, die bereits vorhanden waren, verfügt die Schule seit kurzem über eine reiche Auswahl an tollen Kinderbüchern, die von Eltern und Kindern eigens zu diesem Zweck gespendet wurden.
Alle Kinder, Eltern und Lehrkräfte sagen ganz herzlich DANKESCHÖN!

 

Schulleitungsbrief 30.4.2013

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Sehr geehrte Eltern und Sorgeberechtigte unserer Schulkinder,

es ist vollbracht: Unser Schulprogramm ist online!

Unter der Bildleiste oben finden Sie es als 3. Punkt.
Bitte beachten Sie auch den Tipp, zu Beginn mit „Strg + F5“ zu aktualisieren!

Die Schulkonferenz hat bei ihrer letzten Sitzung am Montag, den 22. April das Schulprogramm in der vorliegenden, aktualisierten Fassung beschlossen. Dabei gab es Anregungen zur Erweiterung des Programms, die wir in die Planung des nächsten Schuljahres aufnehmen werden.

Haben auch Sie Vorschläge zur Verbesserung / Erweiterung unseres Schulprogramms?

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St. Patrick’s Day in der Grundschule Bad Holzhausen

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Im letzten Schuljahr durften Frau Warkentin, Frau Westerkamp und Frau Hülsermann die Feierlichkeiten rund um den St. Patrick’s Day in Irland live miterleben. Die drei haben uns noch lange begeistert von ihren Eindrücken, die sie dabei in unserer irischen Partnerschule sammeln konnten, erzählt.
In diesem Jahr haben wir (die Comenius AG) uns überlegt, auch an unserer Schule diesen irischen Nationalfeiertag – und dadurch auch unsere Freundschaft zu Irland – zu feiern.
Als Vorbereitung haben wir im Internet Informationen zum St. Patrick’s Day gesucht: Wer feiert den Tag eigentlich? Wo und wann wird gefeiert? Was macht man an diesem Tag überhaupt?
Danach haben wir uns überlegt, wie wir an unserer Schule feiern könnten und das ist dabei herausgekommen: Das wichtigste ist GRÜN ANZIEHEN!!!IMG_2816
Am Donnerstag den 14.3.13 sind wir dann in alle Klassen gegangen und haben die Kinder eingeladen mit uns zu feiern. Wir haben ihnen gesagt, sie können uns unterstützen, indem sie sich grün anziehen. Am Freitag haben wir gesehen, dass das bei manchen gut geklappt hat. Bei manchen aber nicht. Das müssen wir wohl nochmal üben.
IMG_2802Auf der Schulversammlung am Freitag haben wir allen Kindern die Legende von St. Patrick erzählt:
Die Geschichte von St. Patrick ist eine Irische Legende. Eine Legende ist eine Geschichte, von der man nicht weiß, ob sie wahr ist oder nicht.
Vor langer, langer Zeit lebte in Irland ein Priester namens Patrick. Es gab zu der Zeit viele Schlangen in Irland. Da hatte Patrick eine Idee, wie er die Schlangen loswerden konnte. Er hat seine Trommel genommen und hat die Schlangen über die ganze Insel gejagt, bis sie weg waren. Alle Leute waren sehr froh, dass Patrick die Schlangen verscheucht hatte. Die Menschen in Irland feierten und dadurch entstand St. Patrick’s Day.

Besuch aus England

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In der Zeit vom 21. bis zum 24. November hatten wir in unserer Schule eine ganz besondere Zeit: Die sechste Klasse der „Kincraig-Primary-School“ aus Blackpool war hier, um uns und unsere Schule kennenzulernen. 17 Kinder, vier Lehrerinnen und ein Lehrer waren am Mittwoch mitten in der Nacht aufgestanden, um mit dem Flugzeug von Manchester nach Düsseldorf zu fliegen. Klar, dass die englischen Kinder aufgeregt waren!
Spannend waren die Tage aber auch für die Kinder aus unseren Klassen 4a und 4b. Sie haben nämlich auch nachmittags ganz viel mit den englischen Gästen zusammen unternommen.

In der Comenius-AG haben Michelle L., Tristan, Gamze, Meret und Michelle K. aufgeschrieben, was sie erlebt haben:

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Zu Besuch in England

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In der letzten Septemberwoche durften wir (Frau Hülsermann, Frau Bekemeier und Frau Westerkamp) im Rahmen unseres Comenius-Projektes wieder eine tolle Reise machen. Diesmal wurden in England gleich drei Partnerschulen besucht:

1) Die Weston Village Primary School

Viele von euch haben über die Weston Village Primary School schon einiges gehört. Es ist nämlich genau die englische Grundschule, zu der im letzten Mai auch zehn Kinder aus Klasse 4 gefahren (geflogen) sind. Vom Flughafen in Manchester aus muss man etwas mehr als eine Stunde fahren, um den kleinen Ort Weston zu erreichen.

Wenn man in die Schule hinein kommt fällt sofort auf, wie schön das Gebäude aussieht. Überall hängen und stehen tolle Bilder und Kunstwerke, die die Kinder gemacht haben.

EingangshalleEingangshalle Weston Village Primary School

In der Weston-Village-Primary-School gibt es jeden Tag eine Schulversammlung für alle Klassen. Hier wurden natürlich auch die Gäste der Schule begrüßt. Es waren ja nicht nur Lehrerinnen aus Bad Holzhausen, sondern auch Lehrer und Lehrerinnen aus den anderen Partnerschulen in Irland, Finnland und England zu Besuch. Sie alle durften auch dabei sein, als ein großes Erntefest gefeiert wurde. Dazu haben die Kinder ganz viele Lebensmittel (Obst, Brot, Nudeln, Konserven …) mitgebracht und zu einem riesigen Berg zusammengetragen.

Dass die Kinder eine Schuluniform tragen, wisst ihr wahrscheinlich schon. In Weston ist sie blau. Man kann zwischen verschiedenen Sachen auswählen (T-Shirt, Pullover, Strickjacke, Hose, Rock, Kleid). Trotzdem sieht man an der Farbe und an dem aufgenähten Zeichen (Wappen) sofort, dass alle hier zur Schule gehen.

2) Kincraig Primary School

In der Kincraig Primary School tragen die Kinder rote Sweatshirts. Diese Schule ist auch sehr schön und ähnlich klein wie die in Weston.

Die Stadt Blackpool, in der sie sich befindet, ist allerdings um einiges größer als Weston. In Blackpool gibt es viele Häuser und Läden. Übrigens liegt Blackpool direkt am Meer. Das hat uns Lehrerinnen natürlich gut gefallen. Frau Bekemeier und Frau Westerkamp konnten aus ihrem Hotelzimmer direkt auf die Wellen gucken.

Auch in der Kincraig Primary School wurden wir sehr herzlich begrüßt. Die Kinder der sechsten Klasse haben vorgetragen, was ihnen zu den Ländern Finnland, Irland, England und Deutschland einfiel.

Bestimmt hat sich diese sechste  Klasse besonders für Deutschland interessiert. Genau diese Kinder werden nämlich im November für drei Tage unsere Schule in Bad Holzhausen besuchen. Darauf freuen wir uns schon sehr!

Natürlich haben wir in der Kincraig Primary School auch beim Unterricht zugesehen. Dabei fielen uns wieder die technischen Geräte auf, die benutzt wurden.
Wie in allen anderen englischen Partnerschulen gab es auch hier elektronische Tafeln. Auf diesen Tafeln können Bilder, Filme oder Texte angezeigt werden, die durch einen Computer übertragen werden. Man kann aber auch mit besonderen Stiften darauf schreiben.

In einer Stunde haben die Kinder der fünften und sechsten Klasse mit tragbaren Computern und kleinen Filmkameras gearbeitet. Sie haben mit Playmobil- und Knetgummifiguren kleine Spielszenen nachgestellt und diese gefilmt.
Die Filme, die die Kinder so gedreht haben, waren wirklich toll. Da konnten wir nur staunen.

Weil alle englischen Schulen Ganztagsschulen sind, essen die Kinder natürlich auch in der Schule zu Mittag.


3) Devonshire Primary School

Auch die Devonshire Primary School liegt in Blackpool. Sie ist die größte der drei englischen Schulen.

Das Gebäude ist erst 7 Jahre alt und hat einige Besonderheiten. So gibt es zum Beispiel mehrere große Dachterrassen, auf denen die Kinder spielen können.

In der Devonshire Primary School tragen die Kinder gelbe Poloshirts und blaue Sweatshirts. Das aufgenähte Wappen zeigt einen Bienenkorb, weil die Kinder hier fleißig arbeiten wie die Bienen.

Auf dem Schulgelände haben wir auch Cleopatra, Chickereeta, Snowy, Bluebell und Gizmo getroffen. Das sind keine Bienen, auch keine Kinder, sondern Hühner. Sie wohnen in einer kleinen Hütte und werden von den Schülern und Schülerinnen gepflegt.

Auch in der Devonshire Primary School gab es eine Schulversammlung. Hier wurden alle Gäste mit einem riesigen Applaus begrüßt.
Während der Versammlung haben wir auch miterlebt, wie Kindern aus allen Klassen Urkunden überreicht wurden. Sie wurden damit für besondere Leistungen geehrt, die sie in der letzten Woche gezeigt hatten.
Im Anschluss an die Versammlung hat uns eine Klasse dazu eingeladen, mit ihnen „Zumba“ zu tanzen. Das war sehr lustig.

In allen drei englischen Schulen haben wir Kinder getroffen, die zwischen vier und zwölf Jahre alt waren. Die Kinder gehen also erst nach der sechsten Klasse zu einer anderen Schule.
Natürlich lernen die Vierjährigen noch nicht genauso wie die Großen. In ihren „Klassenräumen“ sieht es ganz ähnlich aus wie in unseren Kindergärten.

Die Besuche in den englischen Schulen waren sehr spannend. Ihr könnt euch aber bestimmt denken, dass wir auch außerhalb der Schule viel Interessantes gesehen haben. Und natürlich war es wieder toll, Zeit mit Lehrern und Lehrerinnen aus unterschiedlichen Ländern zu verbringen.

Wir haben schon viel darüber nachgedacht, wie wir die Tage in Bad Holzhausen gestalten wollen, wenn im November und im Dezember Gäste aus unseren Partnerschulen zu uns zu Besuch kommen. Wir möchten gerne, dass die Gäste bei uns eine ebenso gute Zeit erleben, wie wir es bei ihnen konnten.

Damit auch ihr euch schon auf unsere Besucher freuen könnt, seht ihr hier die wichtigen Termine:

21.-24. November: Besuch von 17 Kindern (Klasse 6) und 5 Lehrer(innen) aus Blackpool.

11.-15. Dezember: Besuch von Lehrern und Lehrerinnen aus England, Irland und Finnland.

Besuch in Irland

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In der Zeit vom 14. bis zum 17. März waren wir (Frau Hülsermann, Frau Westerkamp und Frau Warkentin) in Irland, um dort die Comenius-Partnerschule kennenzulernen.

Es war wirklich eine tolle Idee, gerade diese Schule in Irland zu besuchen. An der „Adamstown-Castle-Educate-Together-National-School“ haben wir nämlich nicht nur irische Kinder kennengelernt, sondern auch viele, viele Schüler(innen), die aus ganz anderen, weit entfernten Ländern stammen. Tatsächlich sind nur zwei Kinder dieser Schule in Irland geboren. Die anderen stammen zum Beispiel aus Polen, Rumänien, Pakistan, Afrika oder Indien. Wir haben also eine Menge Reisegeld gespart!

Adamstown ist ein Ort in der Nähe von Dublin, den es erst seit vier Jahren gibt. Man hat dort sehr viele Wohnhäuser gebaut. Die Häuser wurden gebraucht, weil immer mehr Leute aus fremden Ländern kamen, um in Dublin zu arbeiten. Manche arbeiten zum Beispiel als Ärzte im Krankenhaus, andere kennen sich mit Computern aus.

Die Männer und Frauen, die in Dublin arbeiten wollten, brachten natürlich ihre Familien mit. So musste dringend eine Schule gebaut werden.

Nun meint man vielleicht, diese Schule wäre ganz anders als andere irische Schulen. Das stimmt aber gar nicht so sehr. Die Kinder haben ja längst ihr neues Land, die anderen Kinder und die Lehrer kennengelernt.

Als wir dort waren, waren alle mit den Vorbereitungen für St. Patrick’s-Day beschäftigt. Dieser Tag wird in ganz Irland am 17. März gefeiert. Man erinnert sich an St. Patrick, einen Bischof, der vor vielen Jahren in Irland gelebt haben soll. Es wird erzählt, er habe alle Schlangen aus dem Land vertrieben.

Am St. Patrick’s-Day gibt es in Dublin einen großen Umzug, der ein bisschen an Karneval erinnert. Allerdings trägt man vor allem Verkleidungen, die grün, weiß oder orange sind. Das sind ja die Farben der irischen Flagge.

In der Schule wurde schon am Freitag (16. März) ein Umzug gemacht. Die Kinder hatten sich toll verkleidet.

Am St. Patrick’s-Day wird auch viel gesungen und getanzt. In der Schule haben einige Lehrer mit Geige, Akkordeon und Klavier irische Lieder gespielt. Die Schüler haben vorher die Tänze dazu geübt. Alle hatten viel Spaß daran. Tatsächlich haben sogar wir – Frau Hülsermann, Frau Warkentin und Frau Westerkamp – mitgetanzt. An einem Abend gab es in der Schule ein kleines Konzert mit typisch irischen „tin whistles“, das sind Flöten aus Blech. Frau Warkentin und Frau Westerkamp haben auch mitgespielt und Frau Westerkamp hat sogar ein Solo gegeben, d. h. sie hat eine lange Passage ganz alleine gespielt. Das gab natürlich Sonderapplaus!

Die Kinder haben wirklich viel gefeiert, trotzdem haben wir auch einige „normale“ Unterrichtsstunden miterlebt. Da wurde gerechnet, gelesen und gesungen – genau wie in jeder anderen Schule auch.

Die Adamstown-Castle-Educate-Together-School hat acht Klassen. Für vier- und fünfjährige Schüler gibt es zwei Vorschulklassen, die „junior infants“ und „senior infants“ genannt werden. Danach folgen die Klassen 1 bis 6. Erst danach besuchen die Kinder eine andere Schule.

Für uns Lehrerinnen war es natürlich auch etwas besonderes, die Tage mit Lehrkräften aus anderen Ländern zu verbringen und im Gespräch ganz viel über ihre Schule zu erfahren. Es waren ja nicht nur die irischen Lehrkräfte da. Gleichzeitig besuchten auch die anderen Partnerschulen (aus Finnland und England) Adamstown. Wir hatten eine wirklich gute Zeit miteinander!

Leider sind drei Tage viel zu kurz, um die vielen schönen Orte kennen zu lernen, die es in Irland gibt. Irland ist ja eigentlich eine große Insel.

Wir drei Lehrerinnen haben gleich nach unserer Ankunft am Dubliner Flughafen auch einen kleinen Küstenort besucht. Er hieß Malahide. Wir konnten mit einem Linienbus dorthin fahren und einen Spaziergang am Meer machen.

Am Freitagnachtmittag waren wir für einige Stunden in Dublin, der Hauptstadt des Landes. Auch da hätten wir gern noch viel mehr Zeit verbracht. Es gab ja so viel zu sehen!

Im Mai reisen zehn Kinder nach England

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Kinder aus den vierten Klassen konnten sich bewerben, nach England zu fahren. Jeder, der mitfahren wollte, hat eine Bewerbung geschrieben. Die Lehrer haben die Bewerbungen gelesen und sechs Kinder ausgesucht. Vier Kinder wurden von Frau Wolf ausgelost, als wir im Englischraum waren. Für alle, die sich beworben haben, war es ein spannendes Erlebnis.

Es dürfen aus der 4a Robin, Kevin, Leon, Luisa, Hanna und Georgina mitfahren. Aus der 4b fahren Sarita, Kim, Juliane und Erika W.

Im Mai geht es für drei Tage los. Die Kinder fliegen mit dem Flugzeug hin und fahren mit der Fähre zurück. An unserer Partnerschule in England beobachten die Kinder den Unterricht. Später erzählen sie den anderen Kindern in Bad Holzhausen, wie es an der „Weston-Village-Primary-School“ war.

(An diesem Text haben Luisa, Aaron, Robin, Sarita, Luca B. und Georgina mitgearbeitet.)

Comenius ~ Besuch in der „Vitikkalan Koulu“ – Grundschule in Jämsä/Finnland

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Jämsä ist eine Stadt in Mittelfinnland. Es leben dort doppelt so viele Einwohner wie in Preußisch Oldendorf. Dennoch wirkt die Stadt nicht sehr groß. Viele Häuser in Jämsä sehen ähnlich aus wie in Preußisch Oldendorf: Es gibt Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser. Hochhäuser sieht man nicht.
Die Schule „Vitikkalan Koulu“ ist trotzdem um einiges größer als unsere. Ungefähr 390 Kinder aus den Klassen 1,2,3,4,5 und 6 gehen dort hin.
Schulgebäude in Finnland
An der Schule arbeiten 60 Erwachsene. Das sind natürlich nicht nur Lehrer und Lehrerinnen. Es gibt auch „Schul-Assistenten“, die im Unterricht häufiger mit dabei sind, um Kindern und Lehrkräften zu helfen. Im Nachmittagsbereich arbeiten – wie bei uns – Erzieherinnen. Außerdem sind mehrere Leute in der schuleigenen Küche beschäftigt. Es gibt Hausmeister, Reinigungskräfte und bestimmt noch einige andere Mitarbeiter.
Genau genommen ist die „Vitikkalan Koulu“ eigentlich gar nicht eine Schule, sondern vielmehr „zwei“. Es gibt nämlich einen Schulzweig für körperlich und geistig behinderte Kinder. Die Kinder, die hier unterrichtet werden, haben oft erhebliche Behinderungen. Sie brauchen geeignete Räume, Materialien, manchmal auch medizinische Helfer, um gut zurechtzukommen und lernen zu können. Für die behinderten Kinder gibt es auch einen zweiten kleinen Schulhof. Natürlich verbringen sie aber auch Pausen gemeinsam auf dem großen Schulhof mit allen anderen Kindern. Sowieso treffen sich behinderte und nichtbehinderte Kinder oft in der gemeinsamen „Aula“. In diesem großen Raum können mittags alle etwas Warmes essen. Es kostet nichts. Diese Möglichkeit nutzen viele Kinder, obwohl – wie in Preußisch Oldendorf – nicht alle am Nachmittag in der Schule bleiben.
Weil der Unterricht erst um 9.00 Uhr beginnt, endet die Schule aber oft auch etwas später als bei uns.
Der große Raum hat auch eine Bühne, so dass man bei Schulaufführungen nicht in die Turnhalle gehen muss.

Als Frau Hülsermann, Frau Hohnstädt und Frau Westerkamp in der „Vitikkalan Koulu“ waren, gab es in der Aula zum Beispiel eine tolle Talentshow, bei der alle Kinder zugeguckt haben. Jedes Kind, das etwas Besonderes konnte, durfte es auf der Bühne vorführen. Da wurde z.B. gesungen und getanzt. Ein Junge hat auf dem Klavier gespielt, andere haben Purzelbäume gezeigt oder sind mit dem Einrad gefahren. Besonders eindrucksvoll waren Vorführungen mit dem Diabolo. Es ist kaum zu glauben, welche Tricks die Kinder damit zeigen konnten!

Wenn man durch das Gebäude der „Vitikkalan Koulu“ geht, fällt immer wieder auf, dass alles neu und schön aussieht. Das Schulhaus wurde ja auch erst vor sechs Jahren gebaut. Vorher gab es ein altes Gebäude, das abgerissen werden musste.
In die Schulklassen kann man schon von den Fluren aus hineinsehen, da überall viel Glas eingebaut wurde. Toll waren auch die Tafeln. Eigentlich waren es nicht nur Tafeln, sondern „Tafelschränke“. Man konnte sie nämlich zur Seite schieben. Dahinter versteckten sich Regale und Schubladen.

Obwohl die Finnen so schicke Tafeln haben, scheinen sie die gar nicht so oft zu benutzen.
Die Lehrer und Lehrerinnen arbeiten häufig mit Computer und Beamer. Vieles wird auf eine Leinwand projiziert, die vor der Tafel heruntergelassen werden kann. Auch Schulbuchseiten können hier vergrößert angezeigt werden.
Die finnischen Schulbücher waren übrigens auch sehr interessant.
Im Lesebuch der ersten Klasse gab es zum Beispiel jede Übungsseite dreimal: Einmal für Kinder, die die Buchstaben noch lernen müssen, einmal für solche, die schon ein wenig Übung mit den Buchstaben haben und eine dritte für Kinder, die schon richtig lesen können.
Eine Lehrerin hat erklärt, dass die Klassen häufiger in drei Gruppen geteilt werden, um unterschiedlich schwierige Aufgabe bearbeiten zu können. Das kommt also nicht nur beim Lesenlernen vor.
Man sieht schon, dass in der finnischen Schule einiges anders ist als in Bad Holzhausen. Andererseits haben Frau Hülsermann, Frau Hohnstädt und Frau Westerkamp auch vieles gesehen, was ihnen sehr vertraut vorkam. Einmal konnten sie z.B. bei einer Mathestunde in Klasse 2 zugucken. Da wurden gerade Einmaleins- und Geteiltaufgaben geübt. Die Schulstunde hätte ganz genauso auch in Bad Holzhausen stattfinden können.
Es gab viele nette Kinder in der finnischen Schule. Genau wie in Bad Holzhausen haben sie meistens, aber nicht immer zugehört, wenn die Lehrerin etwas erklärte!
Nett waren übrigens nicht nur die Kinder, sondern auch die Lehrer und Lehrerinnen. Sie haben die Gäste bei ihrem Besuch in Jämsä so herzlich aufgenommen! Die Besucher durften sich überall umsehen und so viel fragen wie sie wollten.
Die Comenius-Gruppe hat in Jämsä mehrfach zusammengesessen und kräftig gearbeitet. Schließlich wollte man ja planen, wie es mit dem Comenius-Projekt weitergehen soll. Es gab aber auch Zeit für gemütliches Beisammensein. Alle hatten wirklich eine gute Zeit miteinander. Natürlich haben die drei Holzhauser auch die Lehrer(innen) aus England und Irland über ihre Schulen befragt. Aber darüber wird dann genauer berichtet, wenn die Fahrten in diese Länder stattgefunden haben.