Offener Ganztag

Schön, dass Sie sich auf dieser Seite über den Ganztag informieren möchten.

Zuerst ein paar Fakten.

Träger des offenen Ganztags ist die Parität für Kinder.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 11:30-16:00

Schließzeiten:
Jeweils die zweite Hälfte der Osterferien und der Herbstferien, die 3.-5. Woche der Sommerferien, zwischen Weihnachten und Neujahr

Personal:
3 Fachkräfte, 3 Ergänzungskräfte sowie junge Menschen im Berufsfreiwilligendienst und im Praktikum; außerdem Lehrkräfte, die in den Ganztagsbetrieb eingebunden sind z. B. bei der Hausaufgabenbetreuung

Tagesablauf im Ganztag:
Mittagessen, Hausaufgaben, Freispiel, Angebote in den Werkstatträumen

Kosten:
Ernährung/ Mittagessen:
Wir bekommen unser Mittagessen von der Kochwerkstatt in Rödinghausen geliefert. Die Kosten betragen zurzeit 51,00 Euro pro Monat und werden wie die Elternbeiträge an die Stadt Preußisch Oldendorf entrichtet.

Elternbeiträge:
Auch die Kosten für einen Betreuungsplatz werden an die Stadt Preußisch Oldendorf bezahlt und richten sich nach dem Elterneinkommen.
Hier können Sie die Satzung einsehen und sich über die Staffelung und die Kosten informieren.

Leitung:
Der Ganztag wird von Claudia Klinksiek geleitet. Hier finden Sie die Kontaktdaten.

 

Was uns wichtig ist:

  • Wir arbeiten nach dem Konzept der Werkstattpädagogik

Im Team haben wir dazu eine einjährige Fortbildung gemacht und uns intensiv damit auseinandergesetzt. Wir haben ein gut durchdachtes Raumkonzept entwickelt mit spannenden Themen, anregenden und herausfordernden Materialien, die den Kindern „lecker“ präsentiert werden. Diese Erfahrungsbereiche haben den Charakter einer Werkstatt.
Hier können Sie noch mehr zu diesem Thema nachlesen.

  • Zeit für freies Spielen

Wir messen dem Freispiel eine große Bedeutung bei, denn aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass Eigenaktivität die wichtigste Form des Lernens ist. Ausgiebiges Spiel bildet die Grundlage für Motivation, Konzentration und Spielfreude. Spiel bedeutet Selbsterfahrung und Selbstentwicklung. Das Spiel sorgt für die Ausbildung eines komplex verschalteten und zeitlebens lernfähigen Gehirns.
Somit ist das Spiel die Grundlage für eine erfolgreiche und nachhaltige Bildung.
Für die Kinder hat Spielen einen tiefen Sinn. Sie spielen, um Vergangenes noch einmal nachzuspielen (Verarbeitung / Entlastung), um Gegenwärtiges genauer zu erfassen (Verstehen) und um Zukünftiges besser zu verstehen und sich darauf vorzubereiten.
In der heutigen Zeit steht den Kindern aber oftmals nicht mehr genügend freie Zeit für dieses wichtige Element zur Verfügung. Deshalb legen wir ein großes Augenmerk darauf, diese Phase des Nachmittags fördernd und unterstützend zu gestalten.

  • Partizipation

Partizipation bedeutet Beteiligung und Mitbestimmung. Das Recht auf selbstbestimmtes Aufwachsen ist sogar in den UN-Kinderrechtskonventionen festgelegt worden.
Kinder von Beginn an aktiv zu beteiligen, bedeutet sie von Beginn an als vollwertige und kompetente Menschen anzuerkennen. Wir versuchen, für sie von Anfang an Rahmenbedingungen und Strukturen zu schaffen, in denen sie selbstbestimmt und eigenverantwortlich handeln, entscheiden und mitgestalten können.

Partizipation
-  fördert das Erleben von Selbstwirksamkeit
-  fördert Kinder in ihrer Individualität
-  legt den Grundstein für ein demokratisches Verständnis

In der praktischen Umsetzung bedeutet das zum Beispiel, dass die Kinder nur grob vorgegebene Zeitfenster haben (11:30-15:00), in denen sie frei entscheiden können, wann sie welche Sache erledigen wollen. Es müssen nicht alle Kinder zur gleichen Zeit essen oder Hausaufgaben machen. Jedes Kind kann für sich und nach seinen Bedürfnissen entscheiden, wann und in welcher Reihenfolge es diese Dinge erledigt.

  • Umweltbildung/ Nachhaltigkeit

Viele Kinder verlieren immer mehr den Bezug zur Umwelt. Anstatt sich unter freiem Himmel zu bewegen, halten sich die Kinder oft in Räumen oder „künstlichen“ Umgebungen auf. Häufig wissen Kinder nicht, wie sie sich im Wald oder draußen im Feld selbst beschäftigen können. Auch die Namen vieler Tiere und Pflanzen sind den Kindern deutlich seltener geläufig, als das noch vor einigen Jahren der Fall war.
Die Aufgabe der Umweltbildung ist es, dieses Wissen an die Kinder heranzutragen. Denn nur, wer die Natur kennt, ist später in der Lage, umweltbewusst zu handeln. Da Nachhaltigkeit heutzutage immer stärker an Relevanz gewinnt, ist es sinnvoll, schon bei jungen Kindern ein Bewusstsein dafür zu schaffen.
Das gezielte Durchführen von Projekten in der Natur zieht für den Bildungsbereich und die Entwicklungsziele der Kinder noch weit mehr positive Folgen nach sich als nur ein gesteigertes Nachhaltigkeitsbewusstsein. Viele Bildungsbereiche lassen sich durch den Aufenthalt in der Natur abdecken. Die Wahrnehmung der Sinne erfährt durch das Hören, Fühlen und Riechen im Freien eine Stärkung. Außerdem lernen die Kinder zum Beispiel beim Beobachten von Insekten, ihre Aufmerksamkeit zu lenken und konzentriert zu bleiben. Beim Balancieren über Baumstämme lässt sich die Motorik bei Kindern fördern und das Körperbewusstsein ausbauen. Zudem profitiert das Immunsystem der Kinder durch das Lernen an der frischen Luft.
Auch die Entwicklung der Persönlichkeit lässt sich durch Ausflüge in die Natur stärken. Durch das Klettern und Springen lernen die Kinder, ihre Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. So verlieren sie Ängste und erlangen Selbstvertrauen. Ebenso ist es das Ziel des Naturaufenthalts, dass die Kinder ihre Kreativität frei entfalten können. Beim Spielen am Computer im Rahmen der Medienerziehung oder Tablet bleiben oft eingeschränkte Möglichkeiten. Die natürliche Umwelt hingegen setzt der Fantasie der Kinder keine Grenzen. Aus Stöcken lassen sich Hütten und Höhlen konstruieren. Aus Ästen, Moos und Blättern können die Kinder Vogelnester nachbauen. Viele Bereiche der Entwicklung erfahren durch das Spiel in der Natur eine Stärkung.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an!

Viele Grüße vom Team des Offenen Ganztags - ein Bild folgt demnächst 🙂