Besuch in Irland

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In der Zeit vom 14. bis zum 17. März waren wir (Frau Hülsermann, Frau Westerkamp und Frau Warkentin) in Irland, um dort die Comenius-Partnerschule kennenzulernen.

Es war wirklich eine tolle Idee, gerade diese Schule in Irland zu besuchen. An der „Adamstown-Castle-Educate-Together-National-School“ haben wir nämlich nicht nur irische Kinder kennengelernt, sondern auch viele, viele Schüler(innen), die aus ganz anderen, weit entfernten Ländern stammen. Tatsächlich sind nur zwei Kinder dieser Schule in Irland geboren. Die anderen stammen zum Beispiel aus Polen, Rumänien, Pakistan, Afrika oder Indien. Wir haben also eine Menge Reisegeld gespart!

Adamstown ist ein Ort in der Nähe von Dublin, den es erst seit vier Jahren gibt. Man hat dort sehr viele Wohnhäuser gebaut. Die Häuser wurden gebraucht, weil immer mehr Leute aus fremden Ländern kamen, um in Dublin zu arbeiten. Manche arbeiten zum Beispiel als Ärzte im Krankenhaus, andere kennen sich mit Computern aus.

Die Männer und Frauen, die in Dublin arbeiten wollten, brachten natürlich ihre Familien mit. So musste dringend eine Schule gebaut werden.

Nun meint man vielleicht, diese Schule wäre ganz anders als andere irische Schulen. Das stimmt aber gar nicht so sehr. Die Kinder haben ja längst ihr neues Land, die anderen Kinder und die Lehrer kennengelernt.

Als wir dort waren, waren alle mit den Vorbereitungen für St. Patrick’s-Day beschäftigt. Dieser Tag wird in ganz Irland am 17. März gefeiert. Man erinnert sich an St. Patrick, einen Bischof, der vor vielen Jahren in Irland gelebt haben soll. Es wird erzählt, er habe alle Schlangen aus dem Land vertrieben.

Am St. Patrick’s-Day gibt es in Dublin einen großen Umzug, der ein bisschen an Karneval erinnert. Allerdings trägt man vor allem Verkleidungen, die grün, weiß oder orange sind. Das sind ja die Farben der irischen Flagge.

In der Schule wurde schon am Freitag (16. März) ein Umzug gemacht. Die Kinder hatten sich toll verkleidet.

Am St. Patrick’s-Day wird auch viel gesungen und getanzt. In der Schule haben einige Lehrer mit Geige, Akkordeon und Klavier irische Lieder gespielt. Die Schüler haben vorher die Tänze dazu geübt. Alle hatten viel Spaß daran. Tatsächlich haben sogar wir – Frau Hülsermann, Frau Warkentin und Frau Westerkamp – mitgetanzt. An einem Abend gab es in der Schule ein kleines Konzert mit typisch irischen „tin whistles“, das sind Flöten aus Blech. Frau Warkentin und Frau Westerkamp haben auch mitgespielt und Frau Westerkamp hat sogar ein Solo gegeben, d. h. sie hat eine lange Passage ganz alleine gespielt. Das gab natürlich Sonderapplaus!

Die Kinder haben wirklich viel gefeiert, trotzdem haben wir auch einige „normale“ Unterrichtsstunden miterlebt. Da wurde gerechnet, gelesen und gesungen – genau wie in jeder anderen Schule auch.

Die Adamstown-Castle-Educate-Together-School hat acht Klassen. Für vier- und fünfjährige Schüler gibt es zwei Vorschulklassen, die „junior infants“ und „senior infants“ genannt werden. Danach folgen die Klassen 1 bis 6. Erst danach besuchen die Kinder eine andere Schule.

Für uns Lehrerinnen war es natürlich auch etwas besonderes, die Tage mit Lehrkräften aus anderen Ländern zu verbringen und im Gespräch ganz viel über ihre Schule zu erfahren. Es waren ja nicht nur die irischen Lehrkräfte da. Gleichzeitig besuchten auch die anderen Partnerschulen (aus Finnland und England) Adamstown. Wir hatten eine wirklich gute Zeit miteinander!

Leider sind drei Tage viel zu kurz, um die vielen schönen Orte kennen zu lernen, die es in Irland gibt. Irland ist ja eigentlich eine große Insel.

Wir drei Lehrerinnen haben gleich nach unserer Ankunft am Dubliner Flughafen auch einen kleinen Küstenort besucht. Er hieß Malahide. Wir konnten mit einem Linienbus dorthin fahren und einen Spaziergang am Meer machen.

Am Freitagnachtmittag waren wir für einige Stunden in Dublin, der Hauptstadt des Landes. Auch da hätten wir gern noch viel mehr Zeit verbracht. Es gab ja so viel zu sehen!

Im Mai reisen zehn Kinder nach England

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Kinder aus den vierten Klassen konnten sich bewerben, nach England zu fahren. Jeder, der mitfahren wollte, hat eine Bewerbung geschrieben. Die Lehrer haben die Bewerbungen gelesen und sechs Kinder ausgesucht. Vier Kinder wurden von Frau Wolf ausgelost, als wir im Englischraum waren. Für alle, die sich beworben haben, war es ein spannendes Erlebnis.

Es dürfen aus der 4a Robin, Kevin, Leon, Luisa, Hanna und Georgina mitfahren. Aus der 4b fahren Sarita, Kim, Juliane und Erika W.

Im Mai geht es für drei Tage los. Die Kinder fliegen mit dem Flugzeug hin und fahren mit der Fähre zurück. An unserer Partnerschule in England beobachten die Kinder den Unterricht. Später erzählen sie den anderen Kindern in Bad Holzhausen, wie es an der „Weston-Village-Primary-School“ war.

(An diesem Text haben Luisa, Aaron, Robin, Sarita, Luca B. und Georgina mitgearbeitet.)

Comenius ~ Besuch in der „Vitikkalan Koulu“ – Grundschule in Jämsä/Finnland

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Jämsä ist eine Stadt in Mittelfinnland. Es leben dort doppelt so viele Einwohner wie in Preußisch Oldendorf. Dennoch wirkt die Stadt nicht sehr groß. Viele Häuser in Jämsä sehen ähnlich aus wie in Preußisch Oldendorf: Es gibt Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser. Hochhäuser sieht man nicht.
Die Schule „Vitikkalan Koulu“ ist trotzdem um einiges größer als unsere. Ungefähr 390 Kinder aus den Klassen 1,2,3,4,5 und 6 gehen dort hin.
Schulgebäude in Finnland
An der Schule arbeiten 60 Erwachsene. Das sind natürlich nicht nur Lehrer und Lehrerinnen. Es gibt auch „Schul-Assistenten“, die im Unterricht häufiger mit dabei sind, um Kindern und Lehrkräften zu helfen. Im Nachmittagsbereich arbeiten – wie bei uns – Erzieherinnen. Außerdem sind mehrere Leute in der schuleigenen Küche beschäftigt. Es gibt Hausmeister, Reinigungskräfte und bestimmt noch einige andere Mitarbeiter.
Genau genommen ist die „Vitikkalan Koulu“ eigentlich gar nicht eine Schule, sondern vielmehr „zwei“. Es gibt nämlich einen Schulzweig für körperlich und geistig behinderte Kinder. Die Kinder, die hier unterrichtet werden, haben oft erhebliche Behinderungen. Sie brauchen geeignete Räume, Materialien, manchmal auch medizinische Helfer, um gut zurechtzukommen und lernen zu können. Für die behinderten Kinder gibt es auch einen zweiten kleinen Schulhof. Natürlich verbringen sie aber auch Pausen gemeinsam auf dem großen Schulhof mit allen anderen Kindern. Sowieso treffen sich behinderte und nichtbehinderte Kinder oft in der gemeinsamen „Aula“. In diesem großen Raum können mittags alle etwas Warmes essen. Es kostet nichts. Diese Möglichkeit nutzen viele Kinder, obwohl – wie in Preußisch Oldendorf – nicht alle am Nachmittag in der Schule bleiben.
Weil der Unterricht erst um 9.00 Uhr beginnt, endet die Schule aber oft auch etwas später als bei uns.
Der große Raum hat auch eine Bühne, so dass man bei Schulaufführungen nicht in die Turnhalle gehen muss.

Als Frau Hülsermann, Frau Hohnstädt und Frau Westerkamp in der „Vitikkalan Koulu“ waren, gab es in der Aula zum Beispiel eine tolle Talentshow, bei der alle Kinder zugeguckt haben. Jedes Kind, das etwas Besonderes konnte, durfte es auf der Bühne vorführen. Da wurde z.B. gesungen und getanzt. Ein Junge hat auf dem Klavier gespielt, andere haben Purzelbäume gezeigt oder sind mit dem Einrad gefahren. Besonders eindrucksvoll waren Vorführungen mit dem Diabolo. Es ist kaum zu glauben, welche Tricks die Kinder damit zeigen konnten!

Wenn man durch das Gebäude der „Vitikkalan Koulu“ geht, fällt immer wieder auf, dass alles neu und schön aussieht. Das Schulhaus wurde ja auch erst vor sechs Jahren gebaut. Vorher gab es ein altes Gebäude, das abgerissen werden musste.
In die Schulklassen kann man schon von den Fluren aus hineinsehen, da überall viel Glas eingebaut wurde. Toll waren auch die Tafeln. Eigentlich waren es nicht nur Tafeln, sondern „Tafelschränke“. Man konnte sie nämlich zur Seite schieben. Dahinter versteckten sich Regale und Schubladen.

Obwohl die Finnen so schicke Tafeln haben, scheinen sie die gar nicht so oft zu benutzen.
Die Lehrer und Lehrerinnen arbeiten häufig mit Computer und Beamer. Vieles wird auf eine Leinwand projiziert, die vor der Tafel heruntergelassen werden kann. Auch Schulbuchseiten können hier vergrößert angezeigt werden.
Die finnischen Schulbücher waren übrigens auch sehr interessant.
Im Lesebuch der ersten Klasse gab es zum Beispiel jede Übungsseite dreimal: Einmal für Kinder, die die Buchstaben noch lernen müssen, einmal für solche, die schon ein wenig Übung mit den Buchstaben haben und eine dritte für Kinder, die schon richtig lesen können.
Eine Lehrerin hat erklärt, dass die Klassen häufiger in drei Gruppen geteilt werden, um unterschiedlich schwierige Aufgabe bearbeiten zu können. Das kommt also nicht nur beim Lesenlernen vor.
Man sieht schon, dass in der finnischen Schule einiges anders ist als in Bad Holzhausen. Andererseits haben Frau Hülsermann, Frau Hohnstädt und Frau Westerkamp auch vieles gesehen, was ihnen sehr vertraut vorkam. Einmal konnten sie z.B. bei einer Mathestunde in Klasse 2 zugucken. Da wurden gerade Einmaleins- und Geteiltaufgaben geübt. Die Schulstunde hätte ganz genauso auch in Bad Holzhausen stattfinden können.
Es gab viele nette Kinder in der finnischen Schule. Genau wie in Bad Holzhausen haben sie meistens, aber nicht immer zugehört, wenn die Lehrerin etwas erklärte!
Nett waren übrigens nicht nur die Kinder, sondern auch die Lehrer und Lehrerinnen. Sie haben die Gäste bei ihrem Besuch in Jämsä so herzlich aufgenommen! Die Besucher durften sich überall umsehen und so viel fragen wie sie wollten.
Die Comenius-Gruppe hat in Jämsä mehrfach zusammengesessen und kräftig gearbeitet. Schließlich wollte man ja planen, wie es mit dem Comenius-Projekt weitergehen soll. Es gab aber auch Zeit für gemütliches Beisammensein. Alle hatten wirklich eine gute Zeit miteinander. Natürlich haben die drei Holzhauser auch die Lehrer(innen) aus England und Irland über ihre Schulen befragt. Aber darüber wird dann genauer berichtet, wenn die Fahrten in diese Länder stattgefunden haben.

Brief von Herrn Schlüter an alle Eltern

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Liebe Eltern der Grundschule Bad Holzhausen,
nun ist es schon einige Wochen her, dass Sie zusammen mit den Kindern, dem Lehrerkollegium, dem Hausmeister und den Mitarbeiterinnen der Schule mich mit einer wunderschönen Verabschiedungsveranstaltung überrascht haben. Ich bin heute noch ganz davon angetan und habe mich sehr darüber gefreut. Allerdings ist auch Wehmut dabei, wenn ich daran denke, dass ich nun nicht mehr täglich in meinem „zweiten Zuhause“ sein werde. Aber so ganz habe ich den Kontakt zur Schule nicht abgebrochen, ein Mal in der Woche löse ich nun schon seit geraumer Zeit mein Versprechen ein, die Kinder in einer Arbeitsgemeinschaft das Zaubern zu lehren. Ich habe feststellen können, wie begeistert sie dabei mitmachen, um vielleicht eines Tages ein berühmter Zauberer zu werden. Mein zweites Abschiedsgeschenk, das Erlernen des Schattentheaterspiels, werde ich voraussichtlich im nächsten Schuljahr den Kindern anbieten. Ihnen sage ich noch einmal ganz herzlich danke für den tollen Abschied, der mir immer in Erinnerung bleiben wird.
Alles Gute für Sie und Ihr(e) Kind(er) und hoffentlich auch ein Wiedersehen!
Ihr Dieter Schlüter
29.9.2009

Amtseinführung von Frau Hülsermann

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Am 14. September war es so weit: Obwohl Frau Hülsermann schon wieder so im Einsatz ist, als ob sie nie weg gewesen wäre, gab es jetzt noch eine offizielle Amtseinführung. Als neue Schulleiterin wurde Frau Hülsermann begrüßt von der Schulamtsdirektorin Frau Bretthauer, von Frau Oestreich als Vertreterin unseres Schulträgers, der Stadt Preußisch Oldendorf, und von Frau Lömker (Vorsitzende des Fördervereins) und Frau Stork (stellvertretende Vorsitzende der Schulpflegschaft). Kinder unserer Schule haben diese Feier mit Tänzen und Musik schön gestaltet. Ein Höhepunkt war das Lied von Paule Puhmanns Paddelboot: Mit Paules Boot wurde Frau Hülsermann in Portugal abgeholt und zurück zu ihrer und unserer Schule gebracht!

Abschiedsfest für Herrn Schlüter

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Am letzten Schultag gab es ein großes Abschiedsfest für Herrn Schlüter. 27 Jahre hat er unsere Schule geleitet und wurde nun in den Ruhestand verabschiedet. Das Fest bestand aus drei ‚Abschnitten‘: vor Schulbeginn wurde Herr Schlüter aus dem Verkehr gewunken und musste auf einen Trecker mit einer alten Schulbank umsteigen. Viele Schüler und Eltern unserer Schule standen an der Bahnhofstraße Spalier und winkten ihm mit Fähnchen zu.

Der zweite Teil des Festes fand in der Turnhalle statt: alle Klassen hatten etwas vorbereitet für ein buntes und berührendes Programm. Mit Tänzen, Theater und Musik hat sich jede Klasse auf ihre eigene Weise verabschiedet und viel Gutes für den Ruhestand gewünscht. Auch das Kollegium verabschiedete sich mit einem Lied, dessen Refrain von allen Schülern geschmettert wurde: ‚Leider muss Herr Schlüter gehen, das mag keiner gerne sehen, wir sind alle traurig, aber uns ist klar, du bist unser Star!‘

Im Heimathaus Fiestel gab es dann noch eine offizielle Verabschiedung mit Vertretern des Schulamtes, der Stadt Preußisch Oldendorf und anderer offizieller Stellen. Bei aller Festlichkeit klang doch immer auch Wehmut mit. Herr Schlüter machte als Abschiedsgeschenk an die Schule die Zusage, AG’s für Zaubern und Schattentheater anzubieten. So wird er wenigstens noch ab und zu bei uns ein- und ausgehen!
Einen Dankesbrief von Herrn Schlüter finden Sie hier.