Vorlesetag in Bad Holzhausen

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Auch in diesem Jahr fand am Freitag, den 20. November, der Vorlesetag in Bad Holzhausen statt. Diesmal kamen jedoch die Vorleser in die Schule, was angesichts des Wetters auch sehr gut war.
Die Kinder konnten sich vor dem Tag in drei „Bücherlisten“ eintragen; dies waren dann ihre Wunschbücher, die sie am Freitag hören konnten.
Wie in einem Stationslauf besuchten die Kinder dann ihre drei Geschichten.

DSCF6738 Vorgelesen wurden die verschiedensten Geschichten in allen möglichen Räumen der Schule: Klassenzimmer, Schulleiterbüro, Küche, Förderräume, … Da war ganz schön was los!
Alle (Kinder, VorleserInnen und LehrerInnen) hatten viel Spaß!

Und wieder liest das Dorf – vor!

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Rund 80.000 Vorleserinnen und Vorleser haben sich im ganzen Bundesgebiet am bundesweiten Vorlesetag beteiligt – 16 davon fanden sich wieder allein in Bad Holzhausen!
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„Wir müssen das Lesen in den Alltag integrieren und die Menschen dort ansprechen, wo sie sich sowieso aufhalten“, betont Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, die den bundesweiten Vorlesetag gemeinsam mit der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutsche-Bahn-Stiftung ins Leben gerufen hat. „Nur so gelingt es uns dauerhaft, Lesen und Vorlesen als selbstverständlichen Bestandteil des Lebens zu etablieren.“

Diese Empfehlung nahmen sich Bad Holzhauser Bürgerinnen und Bürger zu Herzen und luden alle Kinder der Grundschule ein: entweder zu sich nach Hause oder an einen besonderen Ort im Dorf.

Nach der großen Pause um 10.00 Uhrhaben sich die Kinder am Freitag, den 21. November mit Lehrkräften und weiteren Begleitpersonen auf den Weg gemacht. Manche hatten nur einen kurzen Weg bis zur Vorlesestätte, für andere war das Lesevergnügen bis zu den Rändern des Dorfes mit einer längeren Wanderung verbunden.

An allen verabredeten Orten warteten die Vorleserinnen und Vorleser mit schönen Kinderbüchern, die sie entweder selbst ausgesucht oder nach Beratung mit den Lehrkräften organisiert hatten, auf die Schülerinnen und Schüler und empfingen sie liebevoll in gemütlicher oder auch spannender Vorlese-Atmosphäre.

„In der Schule wird jeden Tag gelesen, das ist für die Kinder normal. Wir wollen euch zeigen, dass Lesen überall Spaß machen kann!“ äußert sich Waltraud Gusowski, Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft Bad Holzhausen. Sie hatte einer Gruppe von Kindern in ihrer eigenen Sauna die Geschichte von der Rad fahrenden Lotta vorgelesen; außer den Schuhen durfte aber alles anbehalten werden, denn in der Sauna war zum Glück nicht eingeheizt worden.

Trotz heißen Apfelpunsches wurde es auch anderen Kindern nicht zu warm: Im Pavillon des Kurparks lauschte eine Gruppe bei 8°C gespannt einer Lesung aus dem Roman „Das Geheimnis des siebten Weges“ durch Jörg Saft, eine andere erlebte dank Daniela Wickemeyer im Planwagen mitten auf der Apfelplantage den „Aufruhr im Gemüsebeet“, den Findus und seine Freunde veranstalten. In der Kirche lasen Pfarrerin Hilke Vollert „Fünf Finger, Fünf Söhne, Fünf Geschenke“ vor und einer anderen Gruppe Pfarrer Steffen Bäcker Selma Lagerlöfs „Heilige Nacht“.

Auch die heimische Gastronomie machte mit: Im Café Schöller las der Herr des Hauses die abenteuerliche Petersson&Findus-Geschichte vom „Feuerwerk für den Fuchs“; das Café Blankenstein empfing seine Gäste im „Stübchen“, der ehemaligen Sonntagsstube der Großmutter, wo Beate Heitmeyer die Geschichte „Oma Paloma“ präsentierte. Im Haus Annelie wurde in der Salzgrotte die Geschichte „Marias kleiner Esel“ von Urte Stork zum Besten gegeben und im Gewölbekeller erfuhren die Kinder von Uwe Stork wie „Mama Muh (…) klettern“ lernt. Wie „Linea (…) nur ein bisschen verloren“ geht, las Constanze Stork auf Strohballen im Pferdestall der Pension Stork vor.

Von zwei Abenteuern des „Bauern Bolle“ erzählte die Lesung von Bernd Lömker im Backhaus des Heddinghauser Kerns, während Dr. Heidsiek im Sportlerheim die Geschichte „Carlos kann doch Tore schießen“ einer fachkundigen Gruppe von jungen Fußballern vorlas.

Natürlich fehlte als (glücklicher) Vorleseort auch nicht das Haus des Gastes: Hier hörte eine Gruppe das Märchen „Hans im Glück“, gelesen vom Ortsheimatpfleger Friedrich Helmig und im Kaminzimmer las – wer sonst? – in voller Glücksbringer-Montur der Bezirks-Schornsteinfeger Karsten Wolf u. a. die Geschichte „Schornsteinfeger bringen Glück“ vor.

Zum Glück brannte es an diesem Morgen nirgendwo: So konnte wie geplant auch eine Gruppe ins Feuerwehrhaus gehen, wo Wilhelm Möhle passend von „Feuerwehrkindern“ las.

Und hier waren sie sicher nicht zum letzten Mal: In der Gemeinde-Bücherei begegneten die Kinder durch die Stimme Cornelia Schröders dem „Grüffelo“.

 Sechzehn Orte – sechzehn Geschichten: Zum zweiten Mal beteiligte sich der Ort Bad Holzhausen am bundesweiten Vorlesetag und wieder hat es allen Beteiligten – Groß & Klein – viel Freude bereitet. Besonders erwähnenswert: Alle Kinder hörten aufmerksam und gespannt zu – Ziel voll erreicht!

Organisiert wurde die Aktion von einem Team aus zwei Lehrkräften und zwei der elf Lesepaten der Schule, Pfarrer Steffen Bäcker und Buchhändlerin Beate Heitmeyer.

Wir haben erlebt und gezeigt, dass Lesen eine durchaus soziale und kommunikative Tätigkeit sein kann und das Leben sowohl der Einzelnen wie auch unserer generationenübergreifenden Gemeinschaft bereichern kann. Lesen ist etwas Tolles, das verbindet und gemeinsam Spaß macht!