St. Patrick’s Day in der Grundschule Bad Holzhausen

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Im letzten Schuljahr durften Frau Warkentin, Frau Westerkamp und Frau Hülsermann die Feierlichkeiten rund um den St. Patrick’s Day in Irland live miterleben. Die drei haben uns noch lange begeistert von ihren Eindrücken, die sie dabei in unserer irischen Partnerschule sammeln konnten, erzählt.
In diesem Jahr haben wir (die Comenius AG) uns überlegt, auch an unserer Schule diesen irischen Nationalfeiertag – und dadurch auch unsere Freundschaft zu Irland – zu feiern.
Als Vorbereitung haben wir im Internet Informationen zum St. Patrick’s Day gesucht: Wer feiert den Tag eigentlich? Wo und wann wird gefeiert? Was macht man an diesem Tag überhaupt?
Danach haben wir uns überlegt, wie wir an unserer Schule feiern könnten und das ist dabei herausgekommen: Das wichtigste ist GRÜN ANZIEHEN!!!IMG_2816
Am Donnerstag den 14.3.13 sind wir dann in alle Klassen gegangen und haben die Kinder eingeladen mit uns zu feiern. Wir haben ihnen gesagt, sie können uns unterstützen, indem sie sich grün anziehen. Am Freitag haben wir gesehen, dass das bei manchen gut geklappt hat. Bei manchen aber nicht. Das müssen wir wohl nochmal üben.
IMG_2802Auf der Schulversammlung am Freitag haben wir allen Kindern die Legende von St. Patrick erzählt:
Die Geschichte von St. Patrick ist eine Irische Legende. Eine Legende ist eine Geschichte, von der man nicht weiß, ob sie wahr ist oder nicht.
Vor langer, langer Zeit lebte in Irland ein Priester namens Patrick. Es gab zu der Zeit viele Schlangen in Irland. Da hatte Patrick eine Idee, wie er die Schlangen loswerden konnte. Er hat seine Trommel genommen und hat die Schlangen über die ganze Insel gejagt, bis sie weg waren. Alle Leute waren sehr froh, dass Patrick die Schlangen verscheucht hatte. Die Menschen in Irland feierten und dadurch entstand St. Patrick’s Day.

Besuch in Irland

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In der Zeit vom 14. bis zum 17. März waren wir (Frau Hülsermann, Frau Westerkamp und Frau Warkentin) in Irland, um dort die Comenius-Partnerschule kennenzulernen.

Es war wirklich eine tolle Idee, gerade diese Schule in Irland zu besuchen. An der „Adamstown-Castle-Educate-Together-National-School“ haben wir nämlich nicht nur irische Kinder kennengelernt, sondern auch viele, viele Schüler(innen), die aus ganz anderen, weit entfernten Ländern stammen. Tatsächlich sind nur zwei Kinder dieser Schule in Irland geboren. Die anderen stammen zum Beispiel aus Polen, Rumänien, Pakistan, Afrika oder Indien. Wir haben also eine Menge Reisegeld gespart!

Adamstown ist ein Ort in der Nähe von Dublin, den es erst seit vier Jahren gibt. Man hat dort sehr viele Wohnhäuser gebaut. Die Häuser wurden gebraucht, weil immer mehr Leute aus fremden Ländern kamen, um in Dublin zu arbeiten. Manche arbeiten zum Beispiel als Ärzte im Krankenhaus, andere kennen sich mit Computern aus.

Die Männer und Frauen, die in Dublin arbeiten wollten, brachten natürlich ihre Familien mit. So musste dringend eine Schule gebaut werden.

Nun meint man vielleicht, diese Schule wäre ganz anders als andere irische Schulen. Das stimmt aber gar nicht so sehr. Die Kinder haben ja längst ihr neues Land, die anderen Kinder und die Lehrer kennengelernt.

Als wir dort waren, waren alle mit den Vorbereitungen für St. Patrick’s-Day beschäftigt. Dieser Tag wird in ganz Irland am 17. März gefeiert. Man erinnert sich an St. Patrick, einen Bischof, der vor vielen Jahren in Irland gelebt haben soll. Es wird erzählt, er habe alle Schlangen aus dem Land vertrieben.

Am St. Patrick’s-Day gibt es in Dublin einen großen Umzug, der ein bisschen an Karneval erinnert. Allerdings trägt man vor allem Verkleidungen, die grün, weiß oder orange sind. Das sind ja die Farben der irischen Flagge.

In der Schule wurde schon am Freitag (16. März) ein Umzug gemacht. Die Kinder hatten sich toll verkleidet.

Am St. Patrick’s-Day wird auch viel gesungen und getanzt. In der Schule haben einige Lehrer mit Geige, Akkordeon und Klavier irische Lieder gespielt. Die Schüler haben vorher die Tänze dazu geübt. Alle hatten viel Spaß daran. Tatsächlich haben sogar wir – Frau Hülsermann, Frau Warkentin und Frau Westerkamp – mitgetanzt. An einem Abend gab es in der Schule ein kleines Konzert mit typisch irischen „tin whistles“, das sind Flöten aus Blech. Frau Warkentin und Frau Westerkamp haben auch mitgespielt und Frau Westerkamp hat sogar ein Solo gegeben, d. h. sie hat eine lange Passage ganz alleine gespielt. Das gab natürlich Sonderapplaus!

Die Kinder haben wirklich viel gefeiert, trotzdem haben wir auch einige „normale“ Unterrichtsstunden miterlebt. Da wurde gerechnet, gelesen und gesungen – genau wie in jeder anderen Schule auch.

Die Adamstown-Castle-Educate-Together-School hat acht Klassen. Für vier- und fünfjährige Schüler gibt es zwei Vorschulklassen, die „junior infants“ und „senior infants“ genannt werden. Danach folgen die Klassen 1 bis 6. Erst danach besuchen die Kinder eine andere Schule.

Für uns Lehrerinnen war es natürlich auch etwas besonderes, die Tage mit Lehrkräften aus anderen Ländern zu verbringen und im Gespräch ganz viel über ihre Schule zu erfahren. Es waren ja nicht nur die irischen Lehrkräfte da. Gleichzeitig besuchten auch die anderen Partnerschulen (aus Finnland und England) Adamstown. Wir hatten eine wirklich gute Zeit miteinander!

Leider sind drei Tage viel zu kurz, um die vielen schönen Orte kennen zu lernen, die es in Irland gibt. Irland ist ja eigentlich eine große Insel.

Wir drei Lehrerinnen haben gleich nach unserer Ankunft am Dubliner Flughafen auch einen kleinen Küstenort besucht. Er hieß Malahide. Wir konnten mit einem Linienbus dorthin fahren und einen Spaziergang am Meer machen.

Am Freitagnachtmittag waren wir für einige Stunden in Dublin, der Hauptstadt des Landes. Auch da hätten wir gern noch viel mehr Zeit verbracht. Es gab ja so viel zu sehen!