LesezeitSchülertexte

Hinter verzauberten Fenstern ~ Texte aus der 4a

funke-cornelia-hinter-verzauberten-fenstern
Nur ein Bild und ein Buchtitel – was kann man daraus für eine Geschichte erfinden?
„Hinter verzauberten Fenstern“, das klingt geheimnisvoll und vielversprechend.
Im Folgenden können Sie zwei Schülertexte aus der 4a lesen:

Hinter verzauberten Fenstern ~ geschrieben von Mia
An einem schönen Wintertag im Dezember saß der kleine neunjährige braunhaarige Kristian in seinem Zimmer am Schreibtisch. Er schrieb einen Wunschzettel. Darauf stand: “Lieber Weihnachtsmann! Ich wünsche mir ein Buch und ein Spiel. Aber mein größter Wunsch ist, einmal die Himmelsbäckerei zu sehen.“ Diesen Wunschzettel legte Kristian vor sein Fenster auf die Fensterbank und hoffte, dass der Wunsch in Erfüllung geht. Aber er wusste, dass dieses kleine Fenster ein Zauberfenster war, da gingen alle Wünsche in Erfüllung. Also hatte er keine Sorge. Die Zeit verging und es fiel immer mehr Schnee. Aber der Wunschzettel lag noch an seinem Platz. Kristian war schon ganz traurig. Er schluchzte: “Hoffentlich geht der Wunsch noch in Erfüllung.“ Am nächsten Morgen war der Wunschzettel weg. Es lag nur noch Sternenstaub da. Als endlich Weihnachten war, lagen noch keine Geschenke unter dem Tannenbaum. Kristian ging traurig in sein Zimmer und auf der Fensterbank lag ein Brief. Er machte ihn vorsichtig auf und las: “Lieber Kristian! Dein Wunsch soll in Erfüllung gehen. Ich hole dich gleich um sieben Uhr ab. Dein Weihnachtsmann.“ Kristian schrie vor Freude. Plötzlich stand vor dem Zauberfenster der Weihnachtsmann. Hinter ihm sah Kristian einen Schlitten mit fünf Rentieren. Der Weihnachtsmann sagte: “Komm, steig ein. Wir fliegen los.“ Kristian schlüpfte aus seinem kleinen Fenster in den Schlitten. Sie flogen los. Als sie endlich ankamen, stieg Kristian aus. Die Himmelsbäckerei war auf fünf Wolken gebaut. In der einen Ecke stand ein großer Ofen und in einer anderen stand ein Tisch mit einer Schüssel voller Kekse darauf. Der Weihnachtsmann brachte Kristian zurück in sein Zimmer. Es sollte ja keiner merken, dass er weg war. Seine Familie und er feierten noch glücklich zusammen Weihnachten und dass er die Himmelsbäckerei gesehen hatte, blieb bis heute geheim.
ENDE

Hinter verzauberten Fenstern ~ geschrieben von Jule
Es war einmal in der Vorweihnachtszeit in einem Haus am Stadtrand, wo die Kinder Tim und Tabea mit ihren Eltern Tobias und Claudia wohnten. Es geschah an einem Samstagabend, als Tabea gerade dabei war, es sich im Wohnzimmer auf dem Sofa gemütlich zu machen und ein Buch zu lesen. Tim war oben in seinem Zimmer und spielte Lego. Ihre Eltern waren essen gegangen. Tabea wollte gerade das Buch aufklappen, als es plötzlich an der Tür klingelte. Sofort sprang sie auf, öffnete die Tür und freute sich, denn sie wusste genau, wer das war: es war ihr guter Freund der Weihnachtsmann und auch Tim kannte ihn sehr gut. Nun flogen auch noch die beiden Elfen Silberhauch und Rosetta zur Tür herein. Hinter ihnen folgten die vier Zwerge: Chef, Rumpelstilzchen, Brummel und Schlafmütze. Der Weihnachtsmann hatte vor einigen Jahren das Fenster in Tabeas Zimmer in ein Zauberfenster verwandelt. Seitdem ist das Fenster ein ganz besonderes Fenster, denn Tabea muss einfach nur ihre Wünsche auf einen Zettel schreiben und den Zettel unter das Fenster legen und schon gehen ihre Wünsche in Erfüllung. Das freute Tabea sehr. Der Weihnachtsmann fragte: „Willst du mal die Himmelsbäckerei sehen?“ „Na klar!“, rief Tabea. Sie folgte dem Weihnachtsmann nach draußen, wo sie den Schlitten im Dunkeln entdeckte. Sie stieg ein und sie flogen los. Nach kürzester Zeit erreichten sie die Himmelsbäckerei. Der Weihnachtsmann führte sie überall hin, wo es was zu entdecken gab. Selbst in den Stall der Rentiere führte sie der Weihnachtsmann. Dann mussten sie los. Als sie bei Tabeas Haus angelangt waren, rief Tabea in die dunkle Nacht hinein: „Das war der schönste Tag meines Lebens!“ Zu dem Weihnachtsmann sagte sie: „Dankeschön!“
„Gern geschehen“, antwortete der Weihnachtsmann, bevor er in den Schlitten stieg und zu seiner Himmelsbäckerei flog. Tabea winkte ihm nach, bis sie ihn nicht mehr sehen konnte. Dann ging sie rein, zog ihre Schuhe und Jacke aus, setzte sich aufs Sofa und las ihr Buch weiter.
ENDE